geboren am 9. 12. 1901 in Fiume (Rijeka, Kroatien) als Sohn eines Diplomaten, wuchs in Belgrad, Budapest und München auf. Nach Abiturabschluss (1919) in Wien begann er ein Studium der Literatur- Theater- und Kunstwissenschaften in München und lebte ab 1923 als Schriftsteller in Berlin und Murnau (Bayern), wo sein Vater ein Landhaus erworben hatte. Aufgrund von nationalsozialistischen Repressalien emigrierte Horváth im März 1938 nach Paris, wo er am 1. 6. 1938 auf den Champs Élysées während eines Unwetters von einem herabfallenden Ast erschlagen wurde.
Horváth‘s Stücke stehen in der Tradition des Wiener Volksstücks und der österreichischen sprachskeptischen Literatur. Vor allem durch die Demaskierung kleinbürgerlicher Sprache ("Bildungsjargon") und Verhaltensweisen übte er radikale Sozialkritik, wobei besonders die Frauen als Opfer erscheinen.