1989 DIE BERNAUERIN

Die Liaison Agnes/Albrecht beginnt in einer Badestube (heute würde man es Bordell nennen), in der Albrecht der Bernauerin erst ein Heiratsversprechen gibt und dieses Versprechen auf seinem Schloß heimlich einlöst. Da Herzog Ernst schon befürchtet, eventuelle Enkel als Erben anerkennen zu müssen, bittet er die Kirche um Mithilfe: ein Mönch hetzt die Münchner Bevölkerung gegen Albrecht auf (Mönchsszene). In Abwesenheit Albrechts dringt ein Femegericht in die Burg ein, verschleppt Agnes und stürzt sie von der Donaubrücke, während Hexen diesen Vorgang beschreiben (Hexenszene). Dem zurückgekehrten Albrecht wird nur zögerlich mitgeteilt, was geschehen ist; als er einen Rachefeldzug gegen München unternehmen will, kommt die Nachricht, daß sein Vater gestorben und er neuer Herzog geworden ist. damit wird die Rache gegenstandslos, die Bernauerin symbolisch zur Heiligen.

 

Besetzung:

ERSTER TEIL:
DER ANSAGER: Hermann Toll, ALBRECHT, Herzog in Baiern und Graf zu Voheburg: Paul Demetz, DREI JUNGE ADELIGE, Albrechts Freunde: Karl Hofer, Anton Gallmetzer, Reinhold Pernstich, KASPAR BERNAUER, Bader zu Augsburg: Paul Pedri, AGNES BERNAUERIN, Badmagd und Riberin: Maria Luisa Premer, EIN BADGAST: Hubert March, EIN WELSCHER SPIELMANN UND TENORSOLO: Gerhard Haller, BARITONSOLO: Albrecht Matzneller, BÜRGER VON MUNICHEN: Walter Pedri, Richard Matzneller, Dietmar Prantl, Andreas Geier, Michael Santa, Luis Santa, Georg Schuster, Richard Ranigler, Herbert Michel, Josef Schiefer, Sepp Dissertori, Hubert March

 

ZWEITER TEIL:
DER ANSAGER: Hermann Toll, ALBRECHT, Herzog in Baiern und Graf zu Voheburg: Paul Demetz, AGNES BERNAUERIN: Maria Luisa Premer, DER KANZLER VOM HERZOG ERNST: Othmar Heinz, HAUPTMANN: Hubert March, RICHTER: Dietmar Prantl, EIN MÖNCH: Peter Drassl, DIE JUNGEN: Toni Santa, Georg Schuster, EINER: Herbert Michel, EINE JUNGE DIENERIN: Ulrike Peifer, BÜRGER VON MUNICHEN: Walter Pedri, Sepp Dissertori, SOPRANSOLO: Barbara Pichler

 

 

FESTSPIELCHOR:
(zusammengesetzt aus Chormitgliedern folgender Ortschaften: Aldein, Auer, Deutschnofen, Kaltem, Kurtatsch, Laag, Margreid, Montan, Neumarkt, Petersberg, St. Pauls, Tramin, Truden, Welschnofen):
Rosa Amplalz, Simon Amplatz, Evi Anrather, Myrtha Bazzanella, Monika Bertignell, Margareth Bonell, Marianna Bonell, Petra Bortolotli, Alessandra Boscheri, Kathy Bosisio, Sepp Dalvai, Marlene Ebner, Annemarie Franzelin, Helga Girardi, Johann Girardi, Wilma Girardi, Ingrid Groll, Ilse Gruber, Monika Jacob, Rudolf KIotz, Monika Kob-Oberhauser, Maria Lochmann, Anton Mair, Hugo Mair, Lissi Mair, Agnes Matzneller, Albrecht Matznel!er, Christa Matzneller, Christoph Matzneller, Johanna Matzneller, Christa Micka, Rosi Mittermair, Margareih Morandell, Hilde Morandell-Zelger, Annemarle Obkircher, Elmar Pattis, Hanny Pernter, Gabriele Pfeifer, Alberta PichlerArnold Pichler,.Charlotte Pichler, Sabine Pichler, Berta Planer, Gotilieb Pomella, Hans Pomella, Petra Pomella, Walter Pomella, Luis Prader, Klaus Raffeiner, Carlotte Ranigler, Cilly Ranigler, Priska Ranigler, Evi Regoni, Sabine Regoni, Erna Rogger, Conny Runggaldier, Margareth Saltuari, Robert Sölva, Reinhold Steiner, Michl Steinmair, Paul Terzer, Elisabeth Teuber, Christine Thöny-Sölva, Christoph Tiefenbrunner, Marion Vedovelli, Emil Vescoli, Karl Vescoli, CilIy Waldner, Peter Walter, Frieda Weber, Josef Weber, Kurt Werth, Herbert Zwerger.

REGIE: CARL F. PICHLER
Musikalische Leitung: Sigi Schwab
Bühne und Kostüme: Gabriele Jaenecke
Lichtgestalung: Vittorio Garavelli
Chorleitung: Hans Simmerle

Mitarbeiter:
Korrepetitorin: Monika Bazzanella, Dramaturgie und Programmheft: Anton Gallmetzer, Regieassistenz: Christine Tengler, Inspizienz: Richard Ranigler, Kostümassistenz: Suzana Draganic, Graphik: Siegfried Riegler, Bühnenbau: Johann Herbst & Söhne, Licht- und Bühnentechnik: Franz Abraham, Hermann Cristofolini, Gustl und Karl Zambaldi, Frisuren und Masken: Angelika Bene, Rita Riegler-Nettl, Angelika Plaikner, Carmen Welscher, Plakatierung: Peter Kasal, Gerd Holzknecht, Produktionsassistenz: Waltraud Sanin, Organisation: Lissi Mair, Carlotte Ranigler, Waltraud Staudacher, Paul Waldner, Kartenvorverkauf: Erika Werth, Markus Griessmair, Abendkasse: Norbert Bertignoll, Verwaltung: Kurt Werth, Gesamtleitung: Zeno Bampi

Termine:

9. (Premiere) 10. 12. 13. 14. 15. Juni 1989

Ort:
„March Hof“, Straße der Alten Gründungen, Neumarkt

 

  Autor: Carl ORFF

geb. am 10. Juli 1895 in München, hat bis auf wenige Jahre ausschließlich in Bayern gelebt und gewirkt. Erste musikalische Eindrücke und Unterweisungen erhielt er als Kind im Elternhaus. Nach dem Gymnasium studierte er bis 1914 an der Akademie der Tonkunst in München. Während des Ersten Weltkrieges dirigierte er an den Münchner Kammerspielen, an den Theatern in Mannheim und Darmstadt, soweit er nicht Kriegsdienst leistete. Seine frühen Kompositionen waren von Debussy, Strauss und Pfitzner beeinflußt 1921 setzte Orff seine Studien bei Heinrich Kaminski fort und gründete 1924 gemeinsam mit Dorothee Günther eine Schule für Gymnastik, Tanz und Musik in München. Der Pädagogik schenkte er künftighin großes Augenmerk. Mit dem Klavierbauer Karl Maendler entwickelte er das »Orffsche lnstrumentarium« (verschiedene Arten von Schlagzeugen) zur Realisierung seines »Schulwerks« (bis 1980 in 17 Sprachen übersetzt), das als »elementare Musikübung« an den Schüler »Urkräfte und Urformen der Musik« heranführen will. Außerdem leitete Orff den Münchner Bachverein. Die 1937 entstandenen »Carmina Burana« sah er als den Beginn seines eigenständigen Kompositionsstils an. Ein großer Teil seiner Kompositionen erfuhr erst nach dem Zweiten Weltkrieg die verdiente Verbreitung. 1950-60 leitete Orff eine Meisterklasse für Komposition an der Münchner Musikhochschule. 1961 übernahm er die Leitung des «Orff-lnstituts« in Salzburg. Hochgeehrt starb Carl Orff am 29. März1982 in München. In einer Seitenkapelle der Andechser Klosterkirche wurde er beigesetzt. Neben den musikerzieherischen Bestrebungen des »Schulwerks« waren die verschiedenen Spielarten szenisch bestimmter Musik der Mittelpunkt im Orffschen Schaffen. Carl Orff ist es gelungen, einen neuen Stil modernen Musiktheaters zu schaffen, der mit dem landläufigen Begriff der Oper kaum mehr vereinbar scheint und trotz seiner Neuheit ungewöhnlich publikumswirksam geworden ist. Mit dem »Orff-Schulwerk« setzte der Komponist schon in den dreißiger Jahren neue, inzwischen international gültige Maßstäbe für die Musikerziehung.

Grafik
Bühnenskizze
Badestube
P.Demetz, M.L.Premer
Hexenszene
Versammlung

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