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2007 DON JUAN UND FAUST |
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PERSONEN: Don Gusman, Gouverneur: Anton Gallmetzer; Donna Anna, seine Tochter: Karin Verdorfer; Don Octavio Thomas Rizzoli; Don Juan, spanischer Grande: Alfons Noventa; Doktor Faust: Horst Herrmann; Mephistofeles: Valentina Emeri; Signor Rubio, Polizeidirektor: Josef M. Lanz; Leporello, Diener des Don Juan: Hannes Holzer; Lisette, Magd der Donna Anna: Karoline Comarella; Gnomen: Josef M. Lanz, Thomas Rizzoli REGIE: ROLAND SELVA Bühne/Kostüme: Nora Veneri Musik: Andreas Settili Lichtgestaltung: Alfredo Piras MITARBEITER: Musikalische Leitung: Andreas Settili; Plakat: Christian Stecher; Regieassistenz: Karoline Comarella; Inspizienz: Richard Ranigler; Assistenz: AnnaWegscheider; Fechtmeister. Nicola Lauria; Pyrotechnik: Andreas Peer; Bühnentechnische Beratung: Felix Pirhofer; Schneiderei, Garderobe: Petra Dorigoni, Hildegund Vill,Martina Girtler, Paula Stainer; Maske: Klara Sinn, Edith Mayr; Tontechnik: Andreas Marmsoler; Lichttechnik: Gustl Zambaldi, Manuel March, Franz Abraham; Lichtanlage: luce è - Firenze, Joggi’s Veranstaltungstechnik - Margreid; Bühnenbau und Tribüne: Elio e Roberto Pidutti, Herbert Bonora, Toni Innerebner; Malerei: Luciano Endrizzi; Bühnentechnik: Alexander Erlacher, Erwin Kofler; Mitarbeit: Alex Mayr; Verpflegung: Hans Zambaldi; Presse: Haidi Romen; Öffentlichkeitsarbeit: Evi Brigl, Plakatierung: Renate Matthias, Adina Guarnieri; Fotos: Max Heinz,Manfred Furlan; Grafik und Programmheft: Brigitte Matthias; Kartenvorverkauf und Abendkasse: Jutta Gelmini, Christine Tengler; Verwaltung: Hildegard Vill-Mayr,Franz Steiner; Gesamtleitung: Zeno Bampi. Première: 23.07.2007 Aufführungen: 26. 27. 30. 31. Juli, 02. 03. 06. 07. 09. 10. August 2007 (Reservetage: 01. 08. August 2007) Beginn: 21 Uhr Eintritt: €20; Kulturpaß €10 (begrenzte Anzahl) Schüler und Studenten (mit gültigem Ausweis) € 15. Ort: Klösterle St. Florian/Neumarkt Kartenvorverkauf: Tel: 0471 812128 (Bürozeiten, ab 12.07.) e-mail: info@fsu-neumarkt.com zum Stück: In Don Juan und Faust (1828 am Detmolder Theater uraufgeführt) läßt Christian Dietrich Grabbe (1801 - 1836) die zwei mythologischen Hauptgestalten der abendländischen Kultur in Rom aufeinandertreffen, bzw. aufeinanderprallen. Don Juan, die personifizierte Sinnenlust, welche auf Tod und Leben wider den Geist streitet… (Sören Kierkegaard) richtet sein gesamtes Dasein ohne jeden Skrupel auf die Befriedigung körperlich-sinnlicher Lust aus. Faust’s Obsession ist die Suche nach der absoluten Erkenntnis, für die er jede menschliche Gefühlsregung als Schwäche ablehnt. Beide finden im vergeblichen Ringen um Donna Anna ihren Untergang. Sie lässt sich von Macht und Reichtum der beiden nicht blenden (Gouverneur: …nicht Zauberei, und nicht der Stahl gefährden oder schützen die Ehre Donna Annas. Tod ist wen'ger als die Ehre, sie versteht nur Siegen oder Sterben - meine Tochter auch! ...). Als sie sich Faust in seiner Residenz, die er sich vom Teufel am Gipfel des Mont Blanc errichten ließ, verweigert, kann er nicht anders als sie töten, nachdem Don Juan mit Hilfe seines Dieners Leporello ihren Bräutigam Octavio und ihren Vater, den Spanischen Gouverneur im Vatikan, während des Hochzeitsfestes ohne Skrupel im Duell ermordet hat. Beide gehen schließlich, trotz ihrer Macht über die Welt, an ihrem weltverachtenden Egoismus zu Grunde. Unfähig zu lieben – und zu leben – werden sie am Ende vom Teufel geholt. Ähnlich wie in Schiller’s Räuber frappiert uns in Christian Dietrich Grabbes Don Juan und Faust nicht so sehr die Gegenüberstellung der beiden negativen Helden, wie es vielleicht in der Absicht des Dichters lag, sondern viel mehr deren Ergänzung. Sören Kierkegaard lobte das Stück in seinem Hauptwerk Entweder-Oder, da es in außergewöhnlicher Weise „auf das Böse gegründet“ sei. Beide zusammen, Don Juan und Faust, sind Das Böse, der Abgrund, der sich im Streben nach absoluter Macht, sexueller wie intellektueller, vor der Welt auftut. Vor nicht allzu langer Zeit drohte die Welt in einem solchen Abgrund unter zu gehen. Gott sei Dank hat die „Helden“ der Teufel geholt – leider nicht alle. (Roland Selva)
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Autor: Christian Dietrich Grabbe
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-der betrunkene Shakespeareund selbstzerstörerisches Genie- wird am 11. Dezember 1801 als einziges Kind des Zuchthausaufsehers Adolph Heinrich Grabbe und seiner Frau in deren Dienstwohnung im Detmolder Gefängnis geboren. Schon in jungen Jahren tut sich Grabbe als Liebhaber der Bühne aber auch als deren spöttischer Kritiker hervor. Bereits als Gymnasiast trinkt er. Im Mai 1820 immatrikuliert Grabbe an der juristischen Fakultät der Universität Leipzig. Nach erfolgreichem Examen (1822) zieht er nach Berlin, wo er sich fast ausschließlich dem Schreiben widmet: im Juni beendet er "Herzog Theodor von Gothland" und im September "Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung". Nicht anders als in Detmold und in Leipzig fällt Grabbe auch hier bald durch sein ungewöhnliches Wesen auf. Ähnlich ergeht es ihm in Dresden, wohin er 1823 übersiedelt und aufgrund seines exzessiven Verhaltens weder am Theater, noch in der gehobenen Gesellschaft, Aufnahme findet. Ende August 1823 kehrt er nach Detmold zurück. Nachdem er die Prüfung zur Advokatur erfolgreich abgelegt hat, nimmt er eine Anstellung als Advokat an. Ende September erscheinen fünf seiner Werke in der Hermannschen Buchhandlung. Sie tragen ihm eine Reihe von Rezensionen in führenden literarischen Zeitschriften und Journalen ein. Binnen kurzer Zeit ist Grabbe berühmt und es folgt eine manische Phase hektischer Betriebsamkeit und hoher literarischer Produktivität. Er arbeitet am "Don Juan und Faust" und an Aufsätzen über Detmold und sein Theater. Doch schon bald werden seine Rezensionen derart polemisch und ausfällig, dass er am Theater nie mehr Fuß fassen kann. Zu seinen Lebzeiten wird in Detmold lediglich "Don Juan und Faust" aufgeführt - in der Bühnenmusik von Albert Lortzing, der auch die Hauptrolle spielt, doch bleibt diese Vorstellung einmalig. Grabbe erlebt keine andere Inszenierung eines seiner Werke. Mit exzentrisch-zynischem Verhalten demonstriert er seinen Ekel über die kleinbürgerlich-provinzielle Enge seiner Heimatstadt und den Ungeist der Restaurationszeit. 1834 quittiert Grabbe seinen Dienst. Die folgenden Aufenthalte bei seinem Freund und Verleger Kettembeil in Frankfurt sowie am Düsseldorfer Theater, dessen Leitung Immermann inne hat, bringen ihm anstatt der erhofften Erfolge nur weitere Zerwürfnisse ein. Völlig ausgebrannt und hoffnungslos dem Alkohol verfallen kehrt Grabbe am 26.Mai 1836 nach Detmold zurück, wo er am 12.September im Beisein seiner Mutter, im Delirium, stirbt. Im Rückblick auf sein kurzes Leben bietet Christian Dietrich Grabbe das Bild eines genialen, körperlich und seelisch jedoch labilen, manisch depressiven Menschen, der in der Enge des Biedermeiers und letztlich im Zwiespalt zwischen Emotion und Intellekt, Minderwertigkeitskomplex und Größenwahn, Agressivität und Selbstsabotage, mangelndem Anpassungsvermögen und vorsätzlicher Auflehnung, unterging. Das Haus in der Bruchmauerstrasse, das früher als Gefängnis diente, beherbergen heute die "Kleine Bühne im Grabbe-Haus" und die Grabbegesellschaft. RAHMENPROGRAMM: Ausstellung:(in Zusammenarbeit mit: Kunstforum Unterland) Christian Stecher (St. Valentin auf der Haide/Mexico City) stellt während der Spielzeit im Klösterle eine Auswahl seiner Bilder aus. Vernissage: So. 22.07. um 18 Uhr Öffnungszeiten: 17 - 20.45 Uhr (an den Aufführungstagen). Konzert: "Günther Sanin - Ensemble" Programm: Johann S. Bach: Doppelkonzert Leopold Mozart: Konzert fürAlphorn Antonio Vivaldi: Le Quattro Stagioni Termin: 03. September 2007 Ort: Klösterle Sankt Florian/Neumarkt Beginn: 20.30 Uhr Eintritt: € 15; ermäßigt (Kulturpass, Schüler und Studenten mit Ausweis) € 10 Neue Ideen fürs Klösterle in Sankt Florian/Neumarkt Auf Initiative der FSU / TaE werden von Architekturstudenten der Universität Innsbruck, unter Leitung des Bozner Architekten, Dr. Robert Veneri, verschiedene moderne Gestaltungsmöglichkeiten des Klösterle ausgearbeitet. Im Vordergrund steht dabei die Einbindung des historischen Hospizgedankens, der dem Gebäude zu Grunde liegt: Pilger, Künstler und Reisende, darunter namhafte Persönlichkeiten, wahrscheinlich auch Albrecht Dürer, kehrten auf der Durchreise nach und aus Italien im Pilgerhospiz ein, welches somit, bis zu seiner Auflösung als Hospiz Mitte des 14. Jahrhunderts, ein wahrer Schmelztiegel von Nord und Süd war. Robert Veneri: „Heute führen an der Anlage der Fahrradweg und der, nach Albrecht Dürer benannte, europäische Fernwanderweg vorbei. Die Möglichkeiten für die architektonische Formulierung neuer Zweckbestimmungen stehen offen, da der Bestand seinen Charme beibehalten hat und sich unverbaut präsentiert. Der „Geist“ jener Zeiten steckt noch tief in den Gemäuern der Anlage und soll nun aus seinem Jahrhundertschlaf erweckt werden“. Präsentation: 06. Juli 2007 Die Ergebnisse der Studien werden der Öffentlichkeit als Rahmenprogramm der Freilichtaufführungen präsentiert. Klösterle Besichtigungsmöglichkeit: ab 18 Uhr an den Aufführungstagen, mit kostenloser Führung durch den Klösterleexperten, Herrn Herbert Rossi;
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| Plakat: Christian Stecher |
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| Günther Sanin-Ensemble 03.09.07 |
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| T.Rizzoli A.Gallmetzer A.Noventa H.Holzer |
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| K.Verdorfer H.Herrmann V.Emeri |
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| A.Gallmetzer H.Holzer A.Noventa |
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| K.Comarella H.Holzer V.Emeri |
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